Tagesgeld statt Sparbuch
Die neuen Zahlen zur Sparquote in Deutschland zeigen wieder einmal wie gerne die Deutschen sparen. Mit einer Sparquote von 10,9 %, was einer monatlichen Rücklage von etwa 170 Euro pro Bürger entspricht, liegt Deutschland hier weit vorne im Vergleich mit dem Rest der Welt. Insgesamt haben die Deutschen auf diese Weise 84 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres gespart. Und auch bei der Form der Geldanlage nutzen immer mehr Deutsche lukrative Angebote wie zum Beispiel die so genannte Riester-Rente um für später vorzusorgen. Erschreckend ist allerdings nach wie vor wie viel Kapital nach wie vor auf schlecht verzinsten Sparbüchern liegt und dort nicht einmal der Inflation standhalten kann. Während die Inflationsrate in Deutschland bereits seit vielen Jahren bei über 1 % liegt und dieses Jahr sogar die 2 % ansteuert, gibt es viele Sparbücher, die weniger als 1 % Zinsen p.a. erzielen. Aufgrund der inflationsbedingten Geldentwertung nimmt der reale Wert der Ersparnisse auf einem Sparbuch daher von Jahr zu Jahr ab, von einem echten Zinsgewinn kann hier also nicht gesprochen werden. Anders sähe es zum Beispiel bei der Nutzung eines Tagesgeldkontos aus, welches ebenso sicher und sogar noch flexibler als ein Sparbuch ist, dabei jedoch eine deutlich höhere Rendite bietet. Ein Tagesgeldkonto erzielt derzeit in den meisten Fällen zwischen 3 und 4 % p.a. und einige Direktbanken bieten ihren Neukunden sogar Zinsen von deutlich über 4 % zumindest für einen gewissen Zeitraum. Aber selbst ein Zinssatz von nur 3 % ist dem eines Sparbuchs deutlich überlegen, ermöglicht dazu nicht nur einen Ausgleich zur Geldentwertung, sondern auch noch einen realen Gewinn darüber hinaus. Angeboten werden Tagesgeldkonten heute von fast praktisch allen Banken, allerdings unterscheiden sich die Tagesgeldkonten teils deutlich. Bei einem Tagesgeld Vergleich sollte daher nicht nur auf die reine Zinshöhe geachtet werden, sondern auch Faktoren wie Mindestanlagesumme, Höchstanlagesumme und Intervall der Zinszahlungen sollten mit in die Überlegung einfließen. Der Intervall der Zinszahlung zum Beispiel hat direkten Einfluss auf die Rendite, da bei einer monatlichen Gutschrift der Zinsen zusätzliche Gewinne in Form von Zinseszinsen erzielt werden können.
Alexander